Die Handstickerei war stets die traditionelle
Beschäftigung der Frau im indischen Staat Gujarat während
der Monsunzeit - unter anderem als eine willkommene Betätigung,
um sich die Zeit zu vertreiben, während die Menschen durch
Überschwemmungen monatelang voneinander abgeschnitten waren.
Diese alljährliche Isolation führte dazu, dass jedes Dorf
zu seinem eigenen ornamentalen Stil fand und diesen stets
weiterentwickelte. Neben den klassischen Sticktechniken prägen
bis heute Spiegel-, Perlenarbeiten sowie aufwändige Cutwork- und Applikationstechniken das traditionelle
Textilhandwerk dieser Region.
Auch das ostasiatische Vietnam kann auf eine besondere Tradition
seines textilen Handwerks zurück blicken. Das feine Gespür
für den Umgang mit kostbaren Stoffen ebenso wie die Handstickerei
wurden hier wesentlich durch den Stil und den Anspruch der
französischen Kolonialherren geprägt. Besonders hochwertige
Textilien mit Hohlsaum-, Richelieu- Ajour- und Hochstickerei
sind bis heute ein wunderbares Erbe dieser Epoche.
Indradanush schöpft in seinen Designs aus dem reichen kulturellen
Erbe beider Länder ohne dabei den westlichen Geschmack und
Lebensstil aus den Augen zu verlieren. Das Resultat sind einzigartige
textile Kunstwerke, die auf ihre besondere Art einen Bogen
zwischen den Kulturen spannen (aus dem Sanskrit: indradanush
- der Bogen).
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